Erfolgreicher Aktionstag „All Inklusiv“ für Vielfalt in der Altmühlaue
Das Programm beim Inklusionstag stellte das Miteinander in den Mittelpunkt. Foto: Katrin Wintergerst
Unter dem Leitgedanken "All inklusiv - Spielraum für alle - Vielfalt feiern - unabhängig von Herkunft, Behinderung, Alter und Identität" ging die Veranstaltung nach der Premiere im vergangenen Jahr erfolgreich in die zweite Runde. Trotz des sehr heißen Wetters war das Fest gut besucht und die Stimmung unter den Gästen - von kleinen Kindern bis hin zu Senioren - war durchweg hervorragend.
Der Auftakt erfolgte mit einer feierlichen Eröffnung. Manfred Rehm und Kerstin Schulz begleiteten diesen musikalisch mit Gitarre und Gesang, bevor die offiziellen Grußworte folgten. Neben Oberbürgermeister Josef Grienberger sprachen auch Caritasdirektor Alfred Frank und Sebastian Bittlmayer zu den Gästen. Organisiert wurde das Fest von der Stadtjugendpflege Eichstätt - Haus der Jugend, dem Caritas Zentrum St. Vinzenz sowie der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Caritas-Sozialstation Eichstätt. Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die finanzielle Förderung der Caritas und des Kulturfonds der Stadt Eichstätt.
Die Spielstationen boten ein breites Spektrum: Hubert P. Klotzeck regte mit seiner Fotoausstellung unter dem Titel "Inklusion beginnt im Kopf" zum Nachdenken an, während auf großen Leinwänden ein kreatives Mitmach-Kunstprojekt entstand. Die Malteser luden zum Verzieren von Keksen und Schminken ein, die Hüpfburg des Caritas Zentrums St. Vinzenz zog die jüngsten Besucher an, und das Demokratie-Mobil des Jugendzentrums bot vielfältige Aktionen. Wer sportliche Herausforderungen suchte, konnte sich beim Fußball-Darts des VfB messen, beim Deutschen Alpenverein Knoten lernen oder beim Schachclub Eichstätt eine Partie unter freiem Himmel spielen. Für zusätzliche Abwechslung sorgten Henna-Tattoos der Caritas sowie Boccia-Runden mit dem Team von St. Vinzenz. Zudem boten Probefahrten mit dem Rollstuhlfahrrad und dem Parallel-Tandem der OBA die Möglichkeit, Perspektiven zu wechseln.
Aufgrund des heißen Wetters gab es im Zirkuszelt ein angepasstes Programm, nur der geplante Singkreis mit Manfred Rehm und Kerstin Schulz fanden statt. Wie viel Engagement hinter der Veranstaltung steht, zeigte sich an allen Ständen der teilnehmenden Vereine. Ziel des Aktionstags war es, deutlich zu machen, dass Eichstätt ein Ort für alle Menschen ist - unabhängig von Herkunft oder Einschränkungen. Es geht darum, Brücken zu bauen statt Barrieren und den Gedanken der Inklusion auf dem gesamten Gelände spürbar zu machen. Gleichzeitig lenkt der Tag den Blick darauf, dass im Alltag - wie etwa durch das historische Kopfsteinpflaster in der Altstadt - nach wie vor Barrieren für Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen existieren. Umso wichtiger ist ein solcher Aktionstag an der Altmühlaue, der Raum für ein unbeschwertes Miteinander schafft.
Wegen der anhaltend hohen Temperaturen wurde am Abend auf den geplanten Umzug zum Bahnhofsplatz verzichtet, um den Gästen einen weiteren Ortswechsel zu ersparen. Stattdessen fand das gesamte Abendprogramm in der Altmühlaue statt. Die Open-Air-Disco mit Live-DJ zog kurzerhand in das schattige Zirkuszelt um, wo der gelungene Tag bei stimmungsvoller Musik und kühlen Getränken einen atmosphärischen Ausklang fand.
Katrin Wintergerst